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Erste Neuigkeiten aus Arvitanien

VON CORINNA LORENZ

Centyrion C ging es schlecht. Er hatte Bauchweh und ihm fehlten 2 Menschencents. Zwei nietennagelneue, mit einer Stadt drauf. „Oh, oh weh - mir drückt nicht der Zeh, mir drückt’s am Bauch, dir auch?“ so jammerte er. Nun, ich weiß nicht, ob es euch auch irgendwo drückt, aber vielleicht habt ihr Centyrions Cents gesehen?
Nein? Dann müssen wir Doresta fragen.
Doresta D kam gerade auf ihrem Drachen aus der Schule geflogen. Sie schickte den Drachen Bonbons kaufen und hüpfte in der Küche umher. Dann hörte sie Centy C.
“Hey Centyrion C, was hast du?“ fragte sie den ein Jahr älteren Bruder.
„Ich habe solche Bauchschmerzen.“
„Ich würde ja in die Apotheke fliegen, aber mein Drache ist unterwegs, und Eklata E ist noch nicht mit ihrem Esel aus der Schule zurück. Aber da sehe ich Feena F aus dem Fenster gucken! Unsere kleine Fee wird dir helfen!“
Sie rief ihrer jüngeren Schwester zu: „Hilf doch unserem Centy C, er hat solches Bauchweh!“
„Mal sehen, was auf meinem Fensterbrett wächst,“ antwortete Feena.
Feena F hatte ihr Zimmer ein Stockwerk über Doresta D. Lianen wucherten aus ihren Blumenkästen. Mit Hilfe der Lianen schwang sie sich manchmal nachts heimlich aus ihrem Zimmer, vor allem, wenn die „Kleine Nachtmusik“ von W. A. Mozart aus der Menschenwelt zu ihnen herüberklang, wenn diese Musik durchs Weltenall flog bis zu ihrem Planeten, dem Planeten der Töne, nämlich Arvitanien. Ja, sie waren alle arvitanische Urbevölkerung: die Kinder Violinas und Violinos. Zwei nette Leute mit Schlüsselbunden so groß wie der Himmel und so leicht wie Zuckerwatte.
Aber zurück zu Feena F. Zwischen ihren Lianen hatte sie eine ganz menschliche Pflanze gefunden: die Pfefferminze. Sie bereitete ihrem ältesten und größten Bruder einen schönen Tee und brachte ihn zu ihm herunter. Oh, sie musste weit laufen, zwei Treppen bis ins Parterre: also nach unten und noch mal darunter. Centyrion C, oder kurz gesagt Centy, hatte sich sein Zimmer selbst ausgebaut. Er wollte keine Treppen steigen, weil er so lange Beine hatte.
Als Feena F endlich bei ihm ankam, war der Tee noch warm, sie konnte nämlich fliegen und auch der Tee flog mit.
„Was hast du mir denn da angebracht?“ raunzte er sie an. „Tee, igitt, ich habe Bauchschmerzen und möchte Eis mit heißem Spinat obendrauf!“
Doresta und Feena kicherten. „Bei deinem Appetit ist es kein Wunder, dass du Bauchschmerzen hast!“
„Ihr müsst immer alles besser wissen…! Da kommt Gustavo G. Bestimmt weiß seine Giraffe, was mir fehlt.“
Gustavo G hatte einen Ausritt auf seiner Giraffe unternommen. Ihm war heiß und da er durstig war, trank er schnell den ganzen Pfefferminztee aus.
„Schmeckt hervorragend“, sagte er und gab auch seiner Giraffe etwas ab.
Gustavo G ist Feenas kleinerer Bruder. Er hat noch zwei kleinere Geschwister auf die er immer aufpassen soll, Arvita A und Hustatio H.
Beide waren nicht zu sehen.
„Wo sind die Ana und Husta?“ schimpfte Feena mit ihm. „Du hast sie bestimmt wieder beim Eismann vergessen!“
„Nee, meine Giraffe war einfach zu schnell. Arvita A sucht immer noch nach ihrem Affen und Hustatio H hat mal wieder die Hosen voll gehabt, da hat meine Giraffe ihn abgeworfen.“
„Wenn man euch schon mal allein lässt“, erwiderte Doresta. Sie, als älteste Schwester, fühlte sich für die jüngeren verantwortlich.
„Ich gehe sie suchen.“
„Wir helfen dir.“ Und flugs sprang Eklata auf ihren Esel, Feena flog aus dem Fenster, so dass ihr himmelblaues seidenes Kleid nur so funkelte.
Doresta sattelte ihren Drachen und los ging`s.
Die drei Mädchen ließen ihre Töne laut klingen: Doresta ihr D, Eklata ihr E und Feena, na ihr wisst es schon, das F. Hinter ihnen klang Centyrions C: „Und was wird aus mir?“ Aber sie hörten ihn schon nicht mehr.
Plötzlich piepste es unter Centyrions Bett. Es klang wie Centys C nur viel heller, fast wie ein Glöckchen.

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